Es ist recht einfach, ein unkastriertes Männchen von einem Weibchen zu unterscheiden. Männchen haben einen auffälligen Hodensack mit zwei Hoden im Bereich des Bauchs, die sogenannten „Poms“.
Zeugungsreife Männchen haben außerdem zwei auffällige Duftdrüsen, die eine auf der Stirn und die andere im Bereich der Brust (es gibt weitere Duftdrüsen, aber diese zwei sind die hervorstechendsten). Die Duftdrüsen sondern ein oranges/braunes, öliges Sekret aus, mit dem sie ihr Revier, andere Glider oder auch ihre Menschen markieren.

Die Weibchen haben einen senkrechten Beutelschlitz, der insbesondere bei jungen Tieren, die noch keine Jungen zur Welt gebracht haben, sehr unauffällig ist.
Man kann das Geschlecht eines Sugar Gliders bestimmen, sobald ein Joey den Beutel verlässt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Bäuche der Tiere noch unbehaart. Männchen haben einen kleinen Knubbel am Bauch, Weibchen einen Schlitz.

Kastrierten Männchen fehlen für gewöhnlich die Duftdrüsen, da sie durch das Hormon Testosteron erst aktiviert werden. Der größte Teil des Hormons wird in den Hoden hergestellt. Deshalb verhindert das Entfernen der Hoden die Ausbildung von Duftdrüsen. Bei Männchen, die erst später kastriert werden, können Teile der Duftdrüsen erhalten bleiben.

Ein gesunder Sugar Glider hat glänzendes, glattes Fell und einen buschigen Schwanz. Die Fellfarbe kann von stahlgrau bis rotbraun variieren. Durch schlechte Ernährung und Haltung, aber auch durch Markieren durch das männliche Tier, kann sich die Farbe von grauen Tieren verändern. Veränderungen der Fellfarbe äußern sich bei rotbraunen Tieren dadurch, dass die dunklen bis schwarzen Fellpartien eher bräunlich wirken.
Sugar Glider haben einen Greifschwanz. Im Gegensatz zu anderen Tieren mit Greifschwanz können sie ihren Schwanz aber lediglich dazu benutzen, zusätzlichen Halt zu erlangen, da der Schwanz alleine das Gewicht eines Sugar Gliders nicht tragen kann. Der Schwanz eines Sugar Gliders kann auch Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand und das Alter des Tieres zulassen. Ein erwachsener, gesunder Sugar Glider hat einen fluffigen, dicht behaarten Schwanz. Bevor ein Jungtier zwei Monate aus dem Beutel ist, hat es einen glatten und am Ende spitz zulaufenden Schwanz. Beim Kauf eines Jungtieres ist deshalb ein fluffiger Schwanz ein guter Zeiger dafür, dass das Tier alt genug zur Vermittlung ist. Ein kahler Schwanz kann auf Fehl-, Unterernährung, Verletzungen oder Stress hinweisen. Es kommt oft vor, dass kahle Stellen am Schwanz eines Tieres auftreten, was daran liegen könnte, dass es in der Gruppe zu Auseinandersetzungen gekommen ist und ein anderes Tier gebissen hat. Unter keinen Umständen sollte man einen Sugar Glider am Schwanz packen, da es sehr schnell zu Brüchen und Verrenkungen am Schwanz der Tiere kommen kann.
Die Ohren der Tiere sollten aufrecht, glatt und glänzend aussehen. Wirken die Ohren trocken und brüchig, könnte das ein Anzeichen für fehlende Luftfeuchtigkeit im Raum sein.
Die Augen sollten stets hell und klar wirken und frei von Ausfluss sein. Bei einem gesunden Auge ist die Nickhaut – ein zusätzliches Lid unter den eigentlichen Augenlidern – unsichtbar.
Prophylaktische Entwurmungen und Impfungen sind bei Sugar Glidern nicht notwendig. Ebenso stellt Flohbefall für Sugar Glider kein Problem dar. Flöhe können zwar auf Sugar Glider überspringen, finden aber keinen Weg durch das dichte Fell und werden von den Tieren selbst über die Fellpflege entfernt. Sollte ein Flohbefall vorliegen, empfiehlt es sich, nach ca. einem Monat einen Kottest durchführen zu lassen, um parasitären Befall auszuschließen.
Die Zähne der Sugar Glider sind ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick. Die oberen Zähne sind spitz und selbst bei geschlossener Schnauze sichtbar, was Sugar Glider ein wenig albern anmuten lässt. Die unteren Zähne sind erstaunlich lang und wachsen vom Kiefer zunächst nach vorne, um dann im Bogen wieder nach hinten zu wachsen.

Es ist elementar wichtig zu wissen, dass es sich beim Gebiss nicht um das Gebiss eines Nagers handelt. Die Zähne wachsen nicht unaufhörlich und dürfen dementsprechend auch nicht geschliffen werden. Diese Prozedur ist für Sugar Glider anders als für Nagetiere sehr schmerzhaft und unangebracht, da sie Schmerzen verursacht und schlimmstenfalls zur Nahrungsverweigerung führt. Man weiß schließlich aus eigener Erfahrung, was es heißt Zahnschmerzen zu haben.
Die Krallen der Sugar Glider sind lang und spitz und dienen ihnen dazu, an Baumstämmen auf und ab klettern zu können. In Menschenhand wird es in den meisten Fällen dazu kommen, dass ein Sugar Glider seine Krallen nicht ausreichend abnutzt und dass man sie deshalb schneiden muss. Im Internet sind spezielle Trimm-Einsätze erhältlich, die man am Laufrad der Tiere befestigen kann, damit die Tiere eine zusätzliche Möglichkeit haben, ihre Krallen abzunutzen. Manchmal reichen diese Einsätze jedoch nicht aus, weswegen man schließlich doch zur Schere greifen muss. Hierbei muss man darauf achten, dass man lediglich ein kleines Stück der Spitze der Krallen entfernen darf. Die Krallen werden durch jeweils eine Ader versorgt, die beim Krallenschneiden möglichst unversehrt bleiben sollte. Ein zu kurzer Schnitt der Krallen sorgt außerdem dafür, dass die Tiere Probleme haben zu klettern. Oft kann man Sugar Glider dabei beobachten, wie sie von den Stangen der Voliere hängen und dabei nur von ihren Krallen gehalten werden.

Die Vorderpfoten von Sugar Glidern sind menschlichen Händen nicht unähnlich: Sie können Gegenstände greifen und sie besitzen einen gegenüberliegenden, daumenähnlichen Finger. Alle Finger der Vorderpfote sollten eine Kralle haben.
Die Hinterpfoten haben ein sehr ungewöhnliches Aussehen. Auch sie haben eine Art „Daumen“, dieser hat aber keine Kralle. Die nächsten zwei Zehen sind zusammengewachsen. Sie haben jeweils eine Kralle und werden von den Tieren als Kamm zur Fellpflege benutzt. Die übrigen zwei Zehen sind wiederum gewöhnliche Zehen mit Krallen.

Übrigens: Sugar Glider können ihre Hinterpfoten um 90° drehen, sodass sie nach hinten ausgerichtet sind. Dies erlaubt ihnen, an Baumstämmen problemlos herabzuklettern.