Auch Proteine werden innerhalb der Sugar-Glider-Communities weltweit heiß diskutiert. Es gibt einige verschiedene Proteinquellen, die man für das Futter heranziehen kann, die meisten haben jedoch eine unvorteilhafte Calcium-Phosphor-Verhältnis.
Insekten als Hauptproteinquelle zu benutzen, ist nicht zu empfehlen. Erwirbt man sie im Fachhandel, sind sie meist nicht gut ernährt, was wiederum großen Einfluss auf ihren eigenen Nährwert hat. Empfehlenswert kann es sein, Insekten selbst zu züchten und die volle Kontrolle über die Ernährung zu haben und die Nahrung für die Insekten der für die Sugar Glider anzupassen, um gesunde und satte Insekten verfüttern zu können. Eine erfolgreiche Insektenzucht kann jedoch schnell genauso viel Pflege in Anspruch nehmen wie die Tiere, für die man die Insekten eigentlich züchtet.
Problematik Calcium: SGS II empfiehlt tägliche Gabe über das Futter, jedoch reicht die Menge nicht aus, wenn Insekten beigefüttert werden. Über diese nehmen die Sugar Glider erhöht Phosphor auf, was der Wirkung von Calcium gegenübersteht. Lösung: Entweder muss die Calciumgabe erhöht werden oder die Eiweißquelle im Standardfutter reduziert werden, falls Insekten täglich gefüttert werden. Darüber hinaus können Sugar Glider bei der Jagd auf Insekten ihren Jagdinstinkt ausüben.
Eier, Hühnchen und Pute sind zwar gute Proteinquellen, haben aber auch ein schwaches Calcium-Phosphor-Verhältnis. Wenn man Geflügel für das Futter abkocht, sollte man darauf achten, dass das Fleisch nicht mit Gewürzen vorbehandelt ist.
Harte Nahrung ist wichtig, um die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches zu gewährleisten. Leider übersehen dies viele Halter und sind sich nicht klar darüber, wie wichtig die Mundhygiene bei Sugar Glidern ist.
Für Sugar Glider speziell entwickelte Pellets können der sogenannten „Lumpy Jaw Disease“ (Entzündungs-Syndrom des Hals- und Kopfbereichs bei Beuteltieren) oder Abszessen vorbeugen. Durch schlechte Mundhygiene und zu zuckerhaltiger Ernährung können Löcher im Mundraum entstehen. Manche Glider haben eine genetische Veranlagung zur Abszessbildung, Abszesse können jedoch auch durch Verletzungen oder (wie bereits erwähnt) schlechte Mundhygiene verursacht werden.
Auch Nahrungszugaben wie die sogenannten „Monkey Biscuits“ können über die tägliche Nahrung hinaus angeboten werden, um die Mund- und Zahnhygiene der Glider zu verbessern.
Auch wenn die empfohlenen Sugar Glider Diäten relativ streng erscheinen, erlauben sich viele Halter gelegentlich sogenannte Schummel-Abende („Cheat Meal“), an denen die Suggies besondere Mischungen bekommen in denen nur ihre Lieblingsobst- und Gemüsesorten enthalten sind.
